7 Tipps für Ihren B2B-Webauftritt

Kein Webauftritt, egal an wen gerichtet, lässt sich mit einem anderen über einen Kamm scheren. Jeder Kunde, jedes Unternehmen ist anders und muss deshalb IMMER individuell betrachtet werden. Nichtsdestotrotz gibt es ein paar allgemeine Tipps, die für einen erfolgreichen B2B-Webauftritt durchaus hilfreich sind.

 

1. Lernen Sie Ihre Zielgruppe kennen

Egal, ob B2B oder B2C: Bevor Sie sich über die Konzeption Ihres neuen Webauftritts machen, sollten Sie immer wissen, für WEN Sie diesen erstellen. Lernen Sie Ihre Zielgruppe kennen! Nur wenn Sie wissen, wie Ihre potenziellen Kunden ticken, können Sie eine ansprechende Performance hinlegen und sie mit Ihrem Angebot catchen. Überlegen Sie sich dabei, wen Sie schon als Kunden bedienen und für wen Ihr Leistungsportfolio weiterhin interessant sein könnte. Denken Sie darüber nach, welchen Problemen, Herausforderungen und Wünschen diese Personen ausgesetzt sind. Sprechen Sie diese in Ihren Texten an und holen Sie sich somit so viele ‚Jas’ wie möglich bei Ihren Kunden ab. Sorgen Sie für eine Vertrauensbasis, denn Sie müssen davon ausgehen, dass Ihr Webseitenbesucher Sie und Ihr Unternehmen nicht kennt. Natürlich ist er anfangs skeptisch und hat viele Fragezeichen im Kopf. Versuchen Sie, diese zu beseitigen, indem Sie zeigen, dass Sie ihn mit seinen Herausforderungen verstehen.

 

2. Sorgen Sie für einen professionellen Eindruck

Der erste Eindruck zählt – ein Motto, das in der Regel in allen Lebenslagen gilt, ob privat oder geschäftlich. Gerade im B2B-Bereich, wo es um feste Budgets, Prestige und Timing geht, hat Professionalität einen besonders hohen Stellenwert. Die Wahl eines ungeeigneten Partners kann hier nicht nur viel Geld kosten, sondern auch einen Ruf. Sorgen Sie also dafür, dass Sie Ihr Unternehmen von seiner Schokoladenseite zeigen. Geizen Sie nicht mit Ihren Kompetenzen, wie z. B. Zertifikate, Auszeichnungen, Ausbildungen, und bauen Sie eine gesunde Markenenergie auf. Erklären Sie genau, warum der Interessent bei Ihnen genau richtig ist.

Professionalität hat jedoch viele Facetten. Sie bezieht sich nicht nur auf die fachliche Kompetenz, sondern ebenso auf das Design, Unternehmensphilosophie und –kultur sowie den technischen Aufbau einer Website.

B2B-Webauftritt

 

3. Machen Sie die wichtigsten Infos zugänglich

Im Business-Bereich ist Zeit Geld. Das heißt: Machen Sie wichtige Informationen schnell und einfach zugänglich. Achten Sie auf einen simplen und leicht verständlichen Aufbau der Seite sowie fachlich orientierte, jedoch einfache Texte. Konzentrieren Sie sich aufs Wesentliche, immer mit dem Gedanken im Kopf: Welche Informationen sind wichtig für meinen Kunden? Was möchte er/sie wissen?

 

4. Vereinfachen Sie die Kontaktaufnahme

Wenn wir schon beim Thema Zeitersparnis sind: Erleichtern Sie Ihrem Seitenbesucher die Kontaktaufnahme, indem Sie beispielsweise Kontaktbuttons als Sticky-Element (immer sichtbar) einbauen oder den Footer mit den nötigen Nummern, Adresse und Ansprechpartnern (!!!) befüllen. Prüfen Sie regelmäßig die Kontaktformulare Ihrer Seite und kümmern Sie sich um regelmäßige Updates. Es wäre doch sehr ärgerlich, wenn Ihnen ein großer Auftrag entgeht, nur weil Sie online nicht erreichbar waren, oder?!

 

5. Optimieren Sie Ihren Pagespeed

Bleiben wir beim Thema Zeit… Kennen Sie das? Sie sitzen im Büro mit dem nächsten Meeting im Nacken und möchten noch schnell einen geeigneten Partner für das folgende Projekt recherchieren. Sie geben die Domain seines Onlineauftritts in die Adresszeile ein und warten. Sie warten, warten und warten. Welchen Eindruck hinterlässt das bei Ihnen?

Niemand mag es, zu warten und niemand wird gerne versetzt. Sich um den Pagespeed zu kümmern, ist also nicht nur ein weiterer Erfolgsfaktor für die eigene Website, sondern zeigt auch Respekt und Höflichkeit für das Gegenüber.

B2B-Webauftritt

 

6. Setzen Sie auf eine gute Remarketing-Strategie

Besonders im B2B-Bereich ist die Absprungrate auf Websites relativ hoch. Das hat oft gar nichts mit dem Angebot oder der Seite an sich zu tun, sondern ist dem Faktor Zeit, der allgegenwärtigen Ablenkung und der zeitraubenden Recherche geschuldet.
Ich selbst kenne das sehr gut… Als Geschäftsführerin kümmere ich mich um viele Bereiche unseres Unternehmens. Unser eigenes Marketing, das unserer Kunden, unser Personal, interne Projekte und Baustellen. Natürlich suche ich mir für das ein oder andere Projekt auch gerne Kooperationspartner selbst aus. Zum Einen um ein Gefühl für das (regionale) Angebot zu bekommen, zum Anderen auch, weil ich mit ihnen arbeiten muss und da muss die Chemie stimmen. Ich sitze also oft in meinem Bürostuhl, recherchiere, durchforste Websites und werde genauso oft durch Kollegen oder Kundenanrufe unterbrochen. Ich steige also auch manchmal unbeabsichtigt aus der Website des besagten potentiellen Partners aus und kehre womöglich erst Tage später, manchmal auch gar nicht, wieder zurück. B2B-Käufe sind selten impulsiv gemacht. Meist sind sie ein Ergebnis aus langen, komplexen Entscheidungsprozessen, in die viele Menschen aus verschiedenen Hierarchien und Rollen integriert sind. Oft handelt es sich um sehr teure Investitionen, die lange Bestand haben sollen. In die Entscheidung für oder gegen einen Kauf fließt deutlich mehr Zeit und viele wiederkehrende Recherchen.

Überlegen Sie sich also, wie Sie diese Absprünge verhindern bzw. wie Sie diese Abspringer wieder zurückgewinnen können. Entwickeln Sie hierfür eine ausgeklügelte Remarketing-Strategie und holen Sie sich im besten Fall Input von Profis hinzu.

 

7. Entwickeln Sie ansprechenden und aktuellen Content

Ein weiterer Weg, wie Sie Ihre (fachliche) Professionalität zeigen können, ist hochwertiger Content. Content, von dem Ihr Business-Partner profitieren und vor dem eigenen Chef damit prahlen kann. Das wäre doch das größte Kompliment, oder?
Content-Entwicklung ist sehr viel aufwändiger als man erst einmal denkt. Deshalb sollten Sie sich genau Gedanken darüber machen, welche Art von Content Sie erstellen möchten und wo dieser gestreut werden soll. Hinsichtlich Ihrer Website bieten sich Blog- oder News-Bereiche hervorragend an. Hier können Sie Ihrem Kunden einen noch tieferen Blick in Ihr Unternehmen, Ihre Projekte und Ihr Team geben. Erstellen Sie hierfür am besten einen Redaktionsplan, d.h. legen Sie Themen für die nächsten Monate fest, bestimmen Sie, wer welchen Beitrag verfasst und wann er veröffentlicht wird. Achten Sie hierbei nicht nur darauf, dass die Texte inhaltlich und fachlich korrekt sind, sondern dass sie eine einfache Sprache bedienen und grammatikalisch richtig sind. Mit der Pflege eines Blogs erreichen Sie sicher schon bald Expertenstatus innerhalb Ihrer Branche.

 

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Josepha Mohr
Josepha Mohr

Hey, ich bin Josepha und stolze Geschäftsführerin von dr.mohr Markenbildung. Mit geballtem Know-how, den richtigen Werkzeugen und unserem Spezialisten-Team wollen wir kleinen und mittelständischen Unternehmen die beste Beratung bieten. Mit meiner Erfahrung innerhalb der strategischen Positionierung, konzeptionellen Marketing-Entwicklung und systematischen Markenbildung stehe ich unseren Kunden auf ihrem Weg zum Markenaufbau gerne zur Seite.