Ein klassischer Tag als Geschäftsführerin

Vorab sei gesagt: Es gibt keinen klassischen Tag als Unternehmer(-in). Jeder Tag verläuft anders und vor allem anders als man selbst denkt. Deshalb wird dieser Beitrag entgegen der Vorstellung unseres Kreativteams mehr ein Einblick in meinen Aufgabenbereich und meine Ziele als Geschäftsführerin sein als ein Tagesablauf.

Vor inzwischen knapp 10 Jahren bin ich in unser Familienunternehmen eingetreten. Ich bin nun die dritte Generation, die die einstige Vision meines Großvaters weiterführt und –ausbaut. Diese Vision, mittelständische Unternehmen in Ihrer Imagearbeit zu unterstützen, hat für uns damals wie heute Bestand und treibt unser gesamtes Team jeden Morgen erneut in unsere Agentur.

Um Punkt 8 Uhr beende ich für gewöhnlich die Podcast-Folgen in meinem Auto und betrete das Büro. Bevor es losgeht, werden erst einmal alle Mitarbeiter in der Agentur begrüßt und ein frischer Kaffee aus der Maschine gelassen. Meist laufe ich den langen Gang zu meinem Büro nicht zurück, ohne schon die ersten Absprachen mit Mitarbeitern zu laufenden Projekten zu haben. Kürzere Gespräche zu Projektdetails oder Kundenrückmeldungen werden so schon einmal ganz gemütlich bei einem Schluck Kaffee und zwischen den ein oder anderen privaten Gesprächen und Scherzen ausgetauscht. Ein offenes Ohr und eine offene Tür für unsere Mitarbeiter und all ihre Fragen sind mir unheimlich wichtig. Nicht nur für die Mitarbeiternähe, sondern auch für den Workflow. Komplizierte Barrieren und Hierarchien sind hier absolut fehl am Platz und nur unnötiger Stolz.

Sowohl mein Vater als auch ich arbeiten operativ an Kundenprojekten mit. Beispielsweise betreuen wir unsere Positionierungskunden auch nach deren Strategieentwicklung innerhalb eines individuell für die Anforderungen der Positionierung zusammengestellten Teams persönlich weiter oder koordinieren größere Projekte mit vielfältigem Beratungsbedarf. Deshalb fallen hier bei 700 Agenturkunden natürlich tagtäglich Briefings, Besprechungen oder Kundenabsprachen an. Jedes Projekt ist ein Zusammenspiel vieler Künstler, Denker und Strategen innerhalb unserer Agentur.

Neben einem Dutzend Kundenprojekten gehören in meinen persönlichen Aufgabenbereich ebenso das gesamte Marketing und die Strategieentwicklung unserer beiden Unternehmensbereiche sowie die Personalarbeit. Das Ganze bringt natürlich einiges an Verantwortung mit sich und in den vergangenen zehn Jahren ist es noch nicht vorgekommen, dass meine To-Do-Liste einmal komplett leer war. Das kennen wahrscheinlich die meisten Geschäftsführer. Letztendlich ist es doch so: Jeder Geschäftsführer ist verantwortlich für  verschiedene Rollen. Er ist einerseits Mitarbeiter. Er arbeitet also IM Unternehmen aktiv mit. Diese Rolle ist unheimlich wichtig für die nächste Aufgabe, die er zu erledigen hat, nämlich die des Unternehmers. Ohne die Sicht des Mitarbeiters und Kunden zu kennen, wird ein Unternehmer niemals eine sinnvolle und gewinnbringende Visions- und Strategiearbeit für sein Unternehmen aufbauen und ausbauen können. Weiterhin ist er das Gesicht seines Unternehmens, also eine Marke oder ein Aushängeschild, das es zu pflegen gilt. Und zu guter Letzt ist ein Geschäftsführer, wie der Name schon sagt, ein Führer – ein Leader. Er führt seine Mitarbeiter an und ist ihnen ein Vorbild.

Diese Aufgaben umfassen natürlich auch meinen beruflichen Alltag. Ich bin Kollege, Stratege, Markenbotschafter und hoffentlich auch zu einem großen Teil Leader. All diese Aufgaben bringen mir täglich nicht nur spannende Themen auf den Schreibtisch, sondern vor allem Erfahrungen und Herausforderungen, die uns alle gemeinsam voranbringen.

So kümmere ich mich in der Personalarbeit um Meilenstein-Gespräche mit unseren Mitarbeitern, Gehaltsverhandlungen, Fortbildungen, Bewerbergespräche oder auch – sofern mir hier das nötige Vertrauen geschenkt wird – um private Belange unserer Mitarbeiter.

In der aktiven Mitarbeit an Kundenaufträgen plane ich Projekte und führe diese mit aus, übernehme die Betreuung und Pflege meiner Positionierungskunden, nehme Kundentermine und –absprachen wahr, erstelle Angebote, bin an der Akquise und Workflowoptimierung beteiligt, plane Workshops und werte diese aus oder koordiniere mit allen Abteilungsleitern unsere Abteilungen.

Geschäftsführerin Josepha Mohr

 

Im Management fallen die Aufgaben eines jeden Unternehmers an. Gemeinsam mit meinem Vater und unserem Strategie-Team arbeite ich regelmäßig an unserem 5-Jahres-Plan und entwickle und verfolge unsere Strategie stetig weiter. Auch die Budget- oder Mitarbeiterplanung gehören zu diesem Aufgabenbereich. Ebenso wie die regelmäßige Absprache mit meinem Vater und die Weiterentwicklung unserer unverschämten unternehmerischen Ziele für beide Unternehmensbereiche.

Als Leader lebe ich unsere Geschäftsvision tagtäglich. Dies möchte ich auch an unsere Mitarbeiter weitergeben. Dabei fordere und fördere ich sie und versuche, Ihnen ein fachliches und menschliches Vorbild zu sein. Natürlich gehe ich hier mit bestem Beispiel voran, indem ich mich selbst regelmäßig weiterbilde und ihnen nicht nur die Theorie, sondern ebenso die Praxis vorlebe.

Wir stehen uns als Spezialisten für die Markenbildung mittelständische Unternehmen. Natürlich müssen auch wir unsere eigene Marke stetig formen und ausbauen. Hierbei bin ich nicht nur im Strategieteam dabei, sondern auch in unserer Positionierungswerkstatt. Hier schärfen wir unsere eigene Positionierung monatlich und setzen dies gezielt um. Als Unternehmer ist man auch Teil der Marke. Durch regelmäßiges Networking, Workshops und Vorträge versuche ich, unsere Philosophie auch nach außen hin zu leben.

Die Liste ließe sich wahrscheinlich noch fortführen, aber die wichtigsten Aufgaben, die mir täglich oder zumindest wöchentlich begegnen, lassen sich hier gut rauslesen. Jedes Thema ist auf seine ganz eigene Art total spannend. Jeden Tag lerne ich hier neu dazu. Genau diese Vielfalt  in meinen Aufgaben mag ich. Ich habe das Privileg meine Zukunft und die unserer Mitarbeiter mitzugestalten und das ist eine wunderbare Sache.

Zwischen 8 und 17 Uhr bin ich also Geschäftsführerin, danach Mama. Deshalb mache ich mich am späten Nachmittag auf den Weg und hole meine zwei Söhne aus dem Kindergarten ab. Wir verbringen den Rest des Tages gemeinsam, machen den Haushalt, spielen oder unternehmen etwas. Wenn die beiden dann friedlich in ihren Betten schlummern, wird noch einmal ein letzter Blick in mein E-Mail-Postfach oder die To-Dos geworfen, die ich am Nachmittag abbrechen musste. Selbstständig – selbst und ständig und das aus vollem Herzen.

 

Meine 3 Tipps zur Selbstorganisation:

  • To-Do-Listen: Jeden Montag schreibe ich mir eine To-Do-Liste für die Woche. Schnell zu erledigende Aufgaben versuche ich sofort abzuarbeiten, alles andere priorisiere ich oder gebe es nach Bedarf an Mitarbeiter weiter.
  • Fristen setzen: Um Punkte der Listen nicht unnötig von Woche zu Woche mit mir rumzuschleppen, setze ich mir und anderen beteiligten Personen Fristen.
  • Unterbrechungen vermeiden: Was Pausen angeht, hat jeder seine eigenen Vorlieben. Ich arbeite gerne am Stück ohne Unterbrechungen und mit hoher Konzentration, also versuche ich, mir für umfänglichere Arbeiten ausreichend Zeit einzuräumen.

 

Meine 3 persönlichen Inspirationsquellen:

  • Blogs lesen oder Podcasts hören: Um mich immer auf dem Laufenden zu halten und mein Wissen immer wieder zu erweitern bzw. zu aktivieren, höre ich gerne auf meinem Arbeitsweg oder bei längeren Autofahrten Podcasts oder besuche täglich einschlägige Blogs.
  • Akkus aufladen: Nicht vergessen: Man ist nicht nur Unternehmer! Neben all der Arbeit darf man selber auch nicht zu kurz kommen, deshalb gilt es, Geist und Körper zu hegen und zu pflegen. Eine Runde zu joggen oder zu meditieren oder einfach liebe Menschen um mich herum zu haben, gibt mir nicht nur Energie, sondern auch Inspiration.
  • Vorbilder haben: Copycats mag niemand, aber Inspiration bei tollen Persönlichkeiten, Künstlern oder Strategen zu holen, motiviert mich und fördert meine Kreativität. Das sind bei mir nicht nur Mentoren, sondern auch zu einem ganz großen Teil meine Mitarbeiter. Ihre Meinung und Kritik ist mir wichtig, denn auch sie sollen den Weg mit uns gehen.
Josepha Mohr
Josepha Mohr

Hey, ich bin Josepha und stolze Geschäftsführerin von dr.mohr Markenbildung. Mit geballtem Know-how, den richtigen Werkzeugen und unserem Spezialisten-Team wollen wir kleinen und mittelständischen Unternehmen die beste Beratung bieten. Mit meiner Erfahrung innerhalb der strategischen Positionierung, konzeptionellen Marketing-Entwicklung und systematischen Markenbildung stehe ich unseren Kunden auf ihrem Weg zum Markenaufbau gerne zur Seite.